Kein Beef – nur das «Renegade»-Dilemma
Die kurze Antwort lautet: Nein, Eminem und Jay-Z hatten nie Streit. Ihre Beziehung basiert seit jeher auf extrem hohem gegenseitigem Respekt. Warum die beiden seit 2001 nie mehr gemeinsam auf einem Song auftauchten, beschäftigt Fans bis heute. Eine der populärsten Theorien führt zurück zu ihrem einzigen gemeinsamen Hit «Renegade» (2001).
Damals behauptete Rapper Nas in einem legendären Disstrack gegen Jay-Z: "Eminem murdered you on your own shit" (zu hören ab 3:55).
In der gesamten Rap-Szene galt Eminems Gastpart als deutlich stärker. Jay-Z selbst liess sich von der Diskussion öffentlich nie aus der Ruhe bringen. Trotzdem hält sich unter Fans bis heute die Theorie, dass «Renegade» die Messlatte für eine weitere Zusammenarbeit so hoch legte, dass es nie zu einem zweiten gemeinsamen Song kam.
Zwei unterschiedliche Welten
Spannend auch, wie unterschiedlich sich die Karrieren der beiden Oldschool-Götter entwickelt haben:
- Jay-Z mutierte zum New Yorker Business-Mogul, Milliardär und Label-Chef, der die Fäden im Hintergrund zieht.
- Eminem zog sich fast komplett aus der Öffentlichkeit nach Detroit zurück, bekämpfte seine Dämonen und fokussierte sich ausschliesslich auf seine Musik.
Der gemeinsame Nenner: Rakim
Hinter den Kulissen stimmte die Chemie aber immer. Ob bei ihrer gemeinsamen Stadion-Tour 2010 oder bei der legendären Super Bowl Halbzeitshow 2022, die beiden feierten sich stets gegenseitig. Dass sie nun auf dem kommenden Album von Rakim, Kurupt und Masta Killa für ein Interludium zusammenkommen, hat also nichts mit einer Versöhnung zu tun. Für uns Fans ist es einfach pures Glück, diese zwei absoluten Rap-Dinosaurier noch einmal im Duo hören zu dürfen.